Polizei muss Pfefferspray einsetzen
Ein Familienstreit ist in Leutkirch am Mittwochnachmittag derart eskaliert, dass die herbeigerufene Polizei Pfefferspray einsetzten musste. Ein 24-jähriger Mann hatte nicht nur die Beamten, sondern auch seinen Vater und seine Schwester angegriffen, heißt es im Polizeibericht von gestern.
Die Beamten wurden demnach gegen 15.30 Uhr zu Streitigkeiten zwischen Familienangehörigen gerufen. Noch bevor sich die einschreitenden Polizeibeamten in der Wohnung zu Wort melden konnten, wurden sie von einem 24-jährigen Mann tätlich angegriffen. Erst nach dem Einsatz von Pfefferspray gelang es den Beamten, den Widersacher zu bändigen und ihm Handschellen anzulegen.
Pfefferspray deutlich effektiver als Schusswaffen
Ein Forscherteam aus den USA und Kanada hat jetzt herausgefunden: Pfefferspray ist bei einem Bärenangriff deutlich effektiver als jede Schusswaffe – selbst bei rauem Wind.
Ein Team hat nun untersucht, wie sich Menschen am besten verteidigen können. Prinzipiell ging es um die Frage, ob Schusswaffen oder Pfefferspray ein größeres Maß an Schutz bieten. Die Forscher werteten Erfahrungsberichte von Bär-Zwischenfällen aus, die sich in den vergangenen 20 Jahren in Alaska zugetragen hatten.
Vergleichsweise schlecht war die Erfolgsquote, wenn Feuerwaffen zur Selbstverteidigung eingesetzt wurden: In nur 67 Prozent der Fälle waren die Schüsse erfolgreich. Als deutlich effektiveres Abwehrmittel erwies sich Pfefferspray. Wer den Schutz aus der Dose dabei hatte, konnte in 92 Prozent der Fälle erleichtert aufatmen: Die Bären wichen zurück. Selbst bei Wind habe das Spray in den meisten Fällen funktioniert.
Polizei testet Pfefferpistole
Japans Bundespolizei hat schon tausende gekauft, diverse Polizeieinheiten im In- und Ausland testen sie: Die Pfefferpistole JPX Jet Protector kommt aus der Schweiz und soll Übeltäter ähnlich effektiv stoppen wie ein Taser, aber weniger gefährlich sein als ein Pfefferspray.
Die japanische Bundespolizei und die Stadtpolizei Kloten setzen bereits auf die «nicht tödliche Verteidigungswaffe» auf Pfefferbasis. Die Justizbehörden Bayerns und die Polizei von Baden-Württemberg prüfen den JPX Jet Protector der Schweizer Firma Piexon derzeit auf Herz und Nieren.
Die Pfefferpistole JPX verfügt über einen Ziellaser und hat mit sieben Metern eine bedeutend grössere Reichweite als ein Pfefferspray. «Weil der Wirkstoff viel schneller auf das Gesicht trifft und doppelt so scharf ist wie der schärfste Pfefferspray, ist der Beschossene viel schneller ausser Gefecht als bei einem Pfefferspray», wirbt Jürg Thomann, CEO von Piexon.
Die Stoppwirkung sei mit jener einer Elektroschockwaffe zu vergleichen, nennt Thomann sein wichtigstes Verkaufsargument. Anders als beim Taser sei das Gesundheitsrisiko bei der Pfefferpistole aber massiv geringer. Thomann hofft denn auch, durch die vergleichsweise geringe Gefährlichkeit des JPX den Taser auf dem Weltmarkt ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Messerangriff mit Pfefferspray abgewehrt
Mit Pfefferspray hat ein Jugendlicher in Koblenz am frühen Sonntagmorgen eine Messerattacke auf seinen Begleiter abgewehrt. Wie die Polizei mitteilte, schlug ein 16- Jähriger aus zunächst ungeklärter Ursache auf einen 20 Jahre alten Passanten ein.
Als der den Täter zur Rede stellte, zückte der Angreifer plötzlich zwei Messer, von denen er eines seinem Freund gab. Als die beiden das Opfer erneut angreifen wollten, griff ein Begleiter des 20-Jährigen ein: Er sprühte den Bewaffneten Pfefferspray ins Gesicht und nahm ihnen die Messer ab. Die Polizei erwischte einen der Angreifer, der zweite entkam unerkannt.
Pfefferspray – die Schweizer Armee probt den Ernstfall
Schweiz. Im Jahr 2008 kam es in der Schweizer Armee zu nicht weniger als acht ungewollten Schussabgaben im Wachtdienst. Nun reagiert die Armeeführung auf diesen Umstand, indem sie ab Anfang 2009 das Reizstoffsprühgerät (RSG) bei der Truppe als Waffe eingeführt. Heute wurden die Pfeffersprays, die bisher nur bei besonderen Einsätzen wie dem WEF oder der Euro 08 zum Einsatz kamen, von Mitgliedern des Militärkaders erstmals im Selbsttest angewandt.
Überfall – statt Geld gibt es Pfefferspray
Statt Geld gab es für einen Räuber, der in der Harburg ein Lokal überfiel, eine Prise Pfefferspray. Die Tat ereignete sich in der Nacht zum Dienstag. Der Täter war mit einem Schal maskiert in die Kneipe gestürmt. Er zückte ein Messer, fuchtelte damit herum und forderte Geld. Der Wirt ließ sich nicht einschüchtern. Er hatte sich offenbar auf so einen Fall vorbereitet und Pfefferspray in einer Schublade liegen.
Mit dem Reizstoff sprühte er dem Täter ein. Der ergriff sofort die Flucht. Die alarmierte Polizei leitete eine Sofortfahndung ein. Schlecht für den Räuber: Der Wirt war nicht nur wehrhaft, sondern er verfügt auch über ein gutes Gedächtnis. “Die Personenbeschreibung, die der Wirt ablieferte, war sehr detailliert. Zivilfahnder entdeckten den Gesuchten kurz darauf in der Benningsenstraße”, sagte die Hauptkommissarin. Der Täter wurde festgenommen. Mit dem Überfall wollte er seine Drogensucht finanzieren.
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Kinder versprühten Pfefferspray in Schule
Kinder haben heute Morgen in der Realschule Daun Pfefferspray versprüht. Zwanzig Schüler klagten über Augenreizungen. Wie die Polizei berichtet, ging um kurz nach acht ging die erste Meldung bei der Rettungsleitstelle ein dass in der Realschule in der Schulstraße durch versprühtes Tränengas mehrere Schüler verletzt worden seien.
Die Ermittlungen der Polizei haben ergeben, dass zwei Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren im Flur des Gebäudes und in einer Toilette Pfefferspray versprüht hatten. Dadurch wurden insgesamt 21 Schüler leicht verletzt. Elf Kinder wurden zur Untersuchung in umliegende Krankenhäuser verbracht, zwei Schüler wurden zu einem Augenarzt gebracht. Acht weitere Kinder konnten vor Ort von den Rettungskräften behandelt werden.


