Farbgel Spray – wirklich sinnvoll?

Farb-Gel-Spray enthalten keinen reizenden Wirkstoff wie Pfefferspray oder CS-Gas. Die Dosen, die in den gleichen Größen wie Abwehrsprays erhältlich sind, enthalten lediglich eine Lebensmittelfarbe. Damit sollen Angreifer abgeschreckt werden. Weiterhin sollen andere Personen den Angreifer anschließend noch identifizieren können.

Unsere Meinung: Die Sprays können einen Angreifer je nachdem zwar kurz verunsichern, die Artikel können aber auch zu einer unberechenbaren Reaktion führen, wenn der Angreifer bemerkt dass kein Reizstoff enthalten ist. Das ist nicht ungefährlich! Lebensmittelfarbe lässt sich leicht entfernen, sodass eine Identifizierung – wenn überhaupt - nur kurz möglich ist. Besser: verwenden Sie einen Schrillalarm ( z.B. TW1000 Schrill-Alarm ). Diese Alarmgeräte verursachen einen Alarmton, der in etwa der Lautstärke eines startenden Düsenjets entspricht und wirkt zuverlässiger als ein Farbgelspray.

Oleoresin Capsicum

Der Reizstoff, welcher in Pfeffersprays eingesetzt wird nennt sich ”Oleoresin Capsicum” (kurz: OC) und wird aus dem Fruchtfleisch der Chilipflanze gewonnen. OC ist dementsprechend ursprünglich ein natürlicher Stoff. Er ist farblos und nicht ätzend. OC wirkt letztendlich durch die Reizung bzw. Stimulation von schmerzempflindlichen Sinneszellen aller Säugetiere (Hunde, Bären, Menschen). Heutzutage wird der Reizstoff von einigen Pfefferspray-Herstellern auch synthetisch hergestellt.

Durch die sichere und sofortige Wirkung wird Pfefferspray von nahezu allen Polizeien auf der ganzen Welt verwendet. Die Gefahr einer bleibenden Verletzung beim Betroffenen ist sehr gering und die Wirkung lässt im Regelfall nach ca. 30-45 Minuten von alleine nach. In Deutschland sind Pfefferspray als “Tierabwehrspray” deklariert und dürfen nur gegen Tiere eingesetzt werden.

1. Mai-Krawalle: Polizei setzte Pfefferspray ein

Nach den schwersten Mai-Krawallen in Berlin seit Jahren schlägt die Polizei Alarm. Angesichts der Gewaltausbrüche der Demonstranten sei es „nur noch eine Frage der Zeit, bis es den ersten Toten“ gebe. Trotz massiven Polizeieinsatzes flammte die Gewalt in der nach zum 1. Mai und am ersten Maitag in Berlin-Kreuzberg immer wieder auf. Erneut zogen am späten Abend gewaltbereite Störer durch die Straßen und warfen Steine und Flaschen. Die Polizei sprühte auch Pfefferspray in die aggressive Menge. Die Krawalle am 1. Mai waren in Kreuzberg wesentlich heftiger als in den Vorjahren. Randale auch in Hamburg: Dort kam es im Schanzenviertel zu Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und der Polizei.

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