ARGE schützt sich mit Pfefferspray

Immer wieder gibt es Übergriffe und Angriffe auf Mitarbeiter von Sozialämtern und Arbeitsämtern. Zahlreiche Behörden rüsten ihre Mitarbeiter zwischenzeitlich mit Pfefferspray aus und lassen Alarmknöpfe an den Schreibtischen anbringen.

Grund für diese Maßnahmen ist die Gewaltbereitschaft der “Kunden”. In der Arge (Agentur für Arbeit) Cham zum Beispiel wurden innerhalb eines Vierteljahres schon fünf Mitarbeiter angegriffen. Auch wenn man grundsätzlich Verständnis für die Situation der Betroffenen habe, könne es jedoch nicht sein dass die Mitarbeiter Opfer von Gewaltdelikten werden. In anderen Städten – zum Beispiel Regensburg – ist man sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Dort musste ein Sicherheitsdienst engagiert werden.

Zumindest sollen die Mitarbeiter nun die Möglichkeit haben sich selbst zu verteidigen. Da Pfefferspray zu den legalen Selbstverteidigungswaffen gehört, scheint dies eine gute und Kosten sparende Möglichkeit zu sein.

Hessen verstärkt freiwilligen Polizeidienst

Die freiwilligen Polizisten sind im Regelfall mit Telefon, Uniform und Pfefferspray ausgerüstet. Damit sind sie in vielen verschiedenen hessischen Gemeinden auf Streife und unterstützen die reguläre Polizei.

Die Gemeinde Dietzenbach stockt jetzt noch einmal auf. Bisher sind sechs freiwillige Polizisten unterwegs. Dieser Anteil soll jedoch so schnell wie möglich verdoppelt werden. 10.000 € ist der Stadt dieses Plus an Sicherheit wert. Die Hilfspolizisten sollen in erster Linie Ansprechpartner für die Bürger sein. Außerdem soll die Präsenz für mehr Sicherheit sorgen.

Die Zweierteams sind zwischen neun und 23:00 Uhr im Einsatz. Die Rechte sind zwar beschränkt, aber Personenkontrollen und Verkehrskontrollen dürfen auch die freiwilligen Polizisten durchführen. Vorher ist eine Grundausbildung, welche 50 h dauert, absolute Pflicht. Die Resonanz in der Bevölkerung ist gemäß der Angaben der örtlichen Polizeistation sehr positiv.