Pfefferspray bei der Polizei: Experten nicht generell dagegen

Eine aktuelle Anhörung beim Innenausschuss des Bundestages erbrachte die Erkenntnis, dass Sachverständige den Einsatz von Pfefferspray bei der Polizei nicht generell ablehnen.

Die Fraktion “Die Linke” hatte entsprechende Anträge gestellt mit dem Ziel, Pfefferspray bei der Polizei massiv einzuschränken. Begründung: „Gravierenden und zugleich schwer abschätzbaren gesundheitlichen Risiken für die betroffenen Personen“.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bernhard Witthaut, war bei der Anhörung der Meinung, dass durch den Einsatz von Pfefferspray viele Schusswaffeneinsätze vermieden werden können. Pfefferspray sei „ein unerlässliches Mittel“, auch im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit bezüglich dem Einsatz polizeilicher Hilfsmittel.

Pfefferspray sei das einzige Einsatzmittel zwischen Schlagstock und Pistole, meinte der Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder, Jürgen Schubert.

Pfefferspray werde von Polizisten verwendet, um den Einsatz schärferer Mittel zu verhindern, argumentierte Rüdiger Reedwisch von der DPolG-Bundespolizeigewerkschaft.

Pfefferspray sei ein international zugelassenes Einsatzmittel für Polizeibeamte, so Joachim Rahmann von der deutschen Sektion der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

Professor Behr von der Hochschule der Polizei Hamburg nannte Pfefferspray ein wirkungsvolles Distanzmittel.

Aber auch einige kritische Stimmen wurden laut. So wurde zu „extremer Zurückhaltung“ beim Pfefferspray-Einsatz gegenüber Menschengruppen geraten. Auch die Gesundheitsgefahren für bestimmte Risikogruppen wurden erwähnt.

Quelle: bundestag.de

Waffe der Zukunft – Chilischoten

Indische Sicherheitskräfte wollen in Zukunft Chilischoten als Waffe einsetzen. Ingenieure am Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums (DRDO) entwickeln zurzeit ein Chili-Geschoss.

Die klein wachsende, scharfe Chilischote soll bei gewalttätig ausartenden Demonstrationen und Aufständen eingesetzt werden. Verwendet wird die Sorte “Bhut Jolokia” (Geister-Chili), die als eines der schärfsten Gewürze der Welt gelten. In Europa kann die Essenz der Chilischote bereits seit langem zur Selbstverteidigung genutzt werden – sie sind der Wirkstoff in den bekannten Pfeffersprays.

1. Mai-Krawalle: Polizei setzte Pfefferspray ein

Nach den schwersten Mai-Krawallen in Berlin seit Jahren schlägt die Polizei Alarm. Angesichts der Gewaltausbrüche der Demonstranten sei es „nur noch eine Frage der Zeit, bis es den ersten Toten“ gebe. Trotz massiven Polizeieinsatzes flammte die Gewalt in der nach zum 1. Mai und am ersten Maitag in Berlin-Kreuzberg immer wieder auf. Erneut zogen am späten Abend gewaltbereite Störer durch die Straßen und warfen Steine und Flaschen. Die Polizei sprühte auch Pfefferspray in die aggressive Menge. Die Krawalle am 1. Mai waren in Kreuzberg wesentlich heftiger als in den Vorjahren. Randale auch in Hamburg: Dort kam es im Schanzenviertel zu Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und der Polizei.

Schläger durch Pfefferspray außer Gefecht gesetzt

Großen Ärger verursachte am Samstagmorgen ein 26-Jähriger durch einen tätlichen Angriff auf eine andere Person. Der junge Mann schlug sein Opfer vor einer Gaststätte nieder und trat ihm ins Gesicht. Der Täter,  der sich zuvor ebenfalls in der Gaststätte aufgehalten hatte, flüchtete zu Fuß in Richtung Innenstadt. Die herbeigerufene Polizeitreife konnte den 26-jährigen Schläger im Rahmen einer Fahndung festnehmen. Dabei leistete der Täter erheblichen Widerstand und beleidigte die Beamten. Durch den Einsatz von Pfefferspray konnte der Widerstand der Person gebrochen werden.

Gewalt bei Demo – Pfefferspray eingesetzt

Lübeck – Bei einem Aufmarsch von NPD-Anhängern und einer Gegendemonstration in Lübeck hat die Polizei ein direktes Aufeinandertreffen der Gruppen verhindert. Dazu war auch der Einsatz von Schlagstöcken, Pfefferspray und eines Wasserwerfers notwendig. Beamte wurden zum Teil mit Flaschen und Steinen beworfen. Zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Insgesamt waren 350 NPD- Anhänger und rund 1500 Gegendemonstranten beteiligt.

Ladendieb mit Pfefferspray unter Kontrolle gebracht

Ein Ladendieb hat in der Stadt Köln seinen Tot vorgetäuscht um nicht von den Beamten verhaftet zu werden. Wie die zuständige Polizei Köln mitteilte, war der 29 Jahre alte Mann am Dienstagmittag von einem Ladendetektiv beim Klauen erwischt worden. Die alarmierten Beamten der Polizei wollten den vorbestraften Mann dann festnehmen als dieser sagte, dass er den “sterbenden Schwan” mimen würde, wenn die zuständigen Beamten ihn mitnehme. Bei der Festnahme durch die Polizei leistete der Dieb weiterhin Widerstand, sodass die beiden Polizisten den 29 jährigen Mann nur mit Pfefferspray unter ihre Kontrolle bringen konnten.

Polizei geht mit Pfefferspray gegen betrunkene Jugendliche vor

Mit Pfefferspray musste die Polizei am Mittwochabend gegen sechs junge Männer im Alter von 18 bis 27 Jahren und eine 17-Jährige vorgehen. Sie hatten betrunken vor dem Kaufland randaliert. Dieser Bereich gilt als Alkoholverbotszone. Ein Passant rief die Polizei weil er befürchtete, dass sich eine Schlägerei entwickeln würde. Als die Beamten eintrafen, hielten sich ein 27-Jähriger und ein 19-Jähriger am Kragen fest und schrien sich gegenseitig an.

Die beiden folgten weder den polizeilichen Aufforderungen, noch waren sie bereit, ihre Personalien anzugeben. Um weitere Störungen zu verhindern, wurde gegen die gesamte Gruppe aus dem Großraum Stuttgart ein Platzverweis ausgesprochen. Ohne Erfolg. Die Streithähne beschimpften die Polizisten mehrfach. Nur mit Hilfe von Pfefferspray konnten die drei Jugendlichen festgenommen werden. Nach einer Behandlung im Krankenhaus wurden sie in das Polizeirevier Calw gebracht, wo sie den Rest der Nacht in der Ausnüchterungszelle verbrachten. Alle standen deutlich unter Alkoholeinwirkung, der 24-Jährige brachte es auf mehr als drei Promille.

Karatekick gegen Polizisten

Weil er sich so sehr in einen Streit mit seiner Freundin hineinsteigerte, verletzte ein 22-Jähriger am Dienstagmorgen in Konstanz einen Polizisten gezielt mit einem Karatekick, dass der Beamte nun dienstunfähig ist. Der 22-Jährige wurde mit Pfefferspray außer Gefecht gesetzt.

Ein 22-Jähriger bekam mit seiner gleichaltrigen Freundin morgens in der Wohnung – wie so oft – Streit, berichtet die Polizei.  Der 22-jährige Partner kickte einen Beamten mit einem Karatesprung ins Knie, so dass dieser dienstunfähig wurde. Mit Pfefferspray wurde der Mann außer Gefecht gesetzt und vorläufig festgenommen. Er muss jetzt mit einer Anzeige wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte rechnen.

Mit Pfefferspray in die Flucht gejagt

Mit Pfefferspray hat ein Polizeihelfer in Frankfurt einen mit einem Messer bewaffneten Drogenabhängigen in die Flucht gejagt.

Mehrere Passanten hatten sich zuvor an den freiwilligen Polizeihelfer und seinen Kollegen gewandt, weil der 45- jährige Angreifer willkürlich Bürger bedrohte, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Polizeihelfer verständigten daraufhin am Montag die Polizei, entdeckten aber kurz darauf den Beschuldigten und sprachen ihn an.

Der 45-Jährige bedrohte sie mit einem Küchenbeil und sagte, er sei mit dem Aids-Virus infiziert. Als der Polizeihelfer das Pfefferspray einsetzte, lief der Mann davon. Er wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen und in die Psychiatrie gebracht.

Polizei mit Pfefferspray gegen 750 randalierende HSV-Fans

Sie hatten versucht, die polizeilichen Absperrungen am Hauptbahnhof zu überwinden. Wie die Bundespolizei am Sonntag mitteilte, warfen die HSV-Anhänger mit Flaschen nach den Einsatzkäften. Auch als die “Fans” in den Sonderzug einsteigen sollten, flogen Wurfgeschosse. Wiederholt mussten die Beamten Pfefferspray einsetzen, um Herr der Lage zu werden.

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